Für eine Katze gibt es keinen triftigen Grund, einem anderen Tier zu gehorchen, auch wenn es auf zwei Beinen steht.

Sarah Thompson

Katzenverhaltensberatung

Katzenpsychologie-Wedel: Katzenverhaltensberatung

– Beratung bei Verhaltensstörungen –

Katzenpsychologie-Wedel: Beratung bei Verhaltensstörungen

Wann benötige ich Unterstützung durch eine Katzenpsychologin?

Die Entstehung und zeitliche Entwicklung von Verhaltensproblemen ist genauso individuell, wie unsere Stubentiger selbst.

Oftmals bestehen die konkreten Ursachen schon länger, bevor eine Katze uns Haltern durch unerwünschtes Verhalten erstmalig zeigt, dass irgendetwas in ihrem Leben nicht mehr in Ordnung ist. Katzen können sehr anpassungs- und auch leidensfähig sein, sodass es entsprechend lange dauert, bis wir verstehen, was Miez uns mit ihrem Verhalten sagen will.

Leider kommt es auch sehr häufig vor, dass ein eigentlich unerwünschtes Verhalten (z. B. Unsauberkeit) über eine lange Zeit toleriert wird. Viele Halter versuchen zunächst, auf eigene Faust mit dem Problem fertig zu werden und stoßen dabei auf viel Halbwissen und zum Teil schlichtweg falsche Ratschläge, die meist nicht zum Erfolg führen oder sogar das Problem noch verschlimmern.

Die dritte Variante sind Fälle, bei denen der Halter sofort bemerkt, dass Handlungsbedarf besteht, weil die Katze urplötzlich ungewöhnliche und sogar beängstigende Verhaltensweisen zeigt.

Grundsätzlich ist jedes Abweichen vom bekannten „Normalzustand“ ein Anlass, etwas genauer hinzusehen, sei es in gesundheitlicher (Besuch beim Tierarzt) oder in verhaltenspsychologischer Hinsicht. Als Halter fehlt einem jedoch die Distanz zum geliebten Tier und das ethologische Hintergrundwissen, um problematische Verhaltensweisen richtig einzuordnen und zu behandeln.

Je länger aber ein problematisches Verhalten besteht, desto schwieriger wird es, gegenzusteuern, da sowohl der therapeutische Aufwand als auch der Zeitraum, der zur Verbesserung der Lage erforderlich ist, in der Regel deutlich anwachsen.

Für eine erfolgreiche Therapie ist es erforderlich, die Auslöser für ein Problemverhalten möglichst genau herauszuarbeiten und die jeweils passenden Therapiemaßnahmen zu bestimmen.

Sollte Ihnen also etwas „spanisch“ vorkommen, zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Kontaktinformationen finden Sie hier.

Was ist Katzenpsychologie?

Die Tierpsychologie (und als Teilgebiet die Katzenpsychologie) ist als Begriff etwas ungenau und nur teilweise mit dem der Humanpsychologie zu vergleichen. Bereits vor mehr als 150 Jahren begannen Forscher sich für die inneren Prozesse von Tieren zu interessieren, die die Grundlagen für das Überleben in freier Wildbahn bilden. Heute werden diese Forschungsgebiete als angewandte Ethologie oder Verhaltensbiologie bezeichnet. Die Brücke zur Psychologie wird dadurch geschlagen, dass Lernvorgänge, die Speicherung von Informationen im Gedächtnis und andere kognitive Prozesse auch bei Tieren eine große Rolle spielen. Wie der Mensch, so lernt auch jedes andere Säugetier rund um die Uhr – auch im Schlaf.

Die Katzenverhaltensberatung nutzt die Kenntnisse der Katzenpsychologie, um unerwünschte Verhaltensweisen sukzessive in erwünschtes Katzenverhalten zu wandeln. Ansprechpartner dabei ist immer der Halter, denn anders als bei der Psychotherapie beim Menschen liegt nicht die Katze auf der sprichwörtlichen Couch.

Ablauf einer Katzenverhaltensberatung

In einem ausführlichen Gespräch, welches in der Regel bei Ihnen zu Hause stattfindet, gehen wir gemeinsam den konkreten Ursachen für das unerwünschte Verhalten Ihres Stubentigers auf den Grund.

Diese Ursachen können vielschichtig sein, aber niemals steckt eine böse Absicht der Katze dahinter. Leider werden der Katze häufig “menschliche” Motive nachgesagt, wie z. B. Protestverhalten und Absicht.
Dem ist aber nicht so, Katzen verhalten sich wie Katzen und nicht wie Menschen, das macht sie so sympathisch ;-)

„Katzen können nicht weinen – sie werden unsauber!“

Dieses Zitat von Sabine Schroll (Dipl. Tierärztin für Verhaltensmedizin) macht am Beispiel Unsauberkeit deutlich, dass es sich bei Problemverhalten sehr häufig um einen Hilferuf der Samtpfote handelt.

Nach unserem Gespräch erhalten Sie von mir, neben der Diagnose, Erläuterungen zu den Ursachen und individuell zugeschnittenen Empfehlungen für Ihre Situation. Außerdem erhalten Sie ggf. weitere Informationsmaterialien zu den Therapiemaßnahmen.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen kann die Balance der Mensch-Katze-Beziehung wiederhergestellt und damit die Lebensqualität aller nachhaltig verbessert werden.

Neben Hausbesuchen biete ich auch telefonische Beratung oder Videoberatung per Skype an. Grundsätzlich ist allerdings ein Hausbesuch der Fernberatung vorzuziehen.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Sie können sich folgendermaßen auf die Verhaltensberatung vorbereiten:

  • Füllen Sie den Ihnen nach der Terminvereinbarung zugesandten Kundenfragebogen sowie die Katzendaten (für alle Katzen des Haushalts) bitte so ausführlich wie möglich aus.
  • Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und machen Sie sich Notizen, wann genau Ihnen das problematische Verhalten zum ersten Mal aufgefallen ist. Wie war die weitere Entwicklung?
  • Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie die Verhaltensprobleme dokumentieren. Notieren Sie, was genau wann (Wochentag, Datum, Uhrzeit) wo passiert ist. Wer war anwesend und hat was genau in den Minuten vorher bzw. dabei getan? Ist Ihnen sonst etwas Ungewöhnliches aufgefallen?
  • Sammeln Sie Foto- und / oder Videomaterial.
  • Fertigen Sie einen Grundriss Ihrer Wohnung an und zeichnen Sie die wichtigsten Möbel ein, außerdem: Futter- und Wasserstellen, Katzentoiletten, Kratzbäume, beliebte Liegeplätze. Markieren Sie ggf. Unsauberkeitsstellen (Kot o. Urin) oder andere, für das Verhaltensproblem relevante Stellen mit einem roten X.

Wie sehen mögliche Therapiemaßnahmen aus?

Therapiemaßnahmen können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. Im Folgenden sind jeweils nur einige Beispiele aufgeführt:

Beispiele für Managementmaßnahmen
  • Korrekte Reinigung von Unsauberkeitsstellen
  • Toilettenmanagement (Anzahl, Reinigung, Streu, Größe, Farbe u. a.)
  • Rückzugsorte schaffen
  • Futtermanagement (z. B. Futterbeschäftigung)
  • Eröffnung der dritten Dimension (Catwalk)
Beispiele für lerntherapeutische Maßnahmen:
  • Habituation (Gewöhnung)
  • Systematische Desensibilisierung (Der Problemauslöser wird zu Beginn sehr abgeschwächt dargeboten und nur in sehr kleinen Schritten verstärkt. Zusätzlich wird der Auslöser mit etwas Positivem verknüpft.)
  • Gegenkonditionierung (Verknüpfung des auslösenden Reizes mit etwas Positivem)
Beispiele für sonstige Maßnahmen:
  • Spieltherapie
  • Clickertraining
  • Pheromontherapie

Diese Liste ist bei weitem nicht abschließend.

Wie lange dauert eine Therapie?

Selbst bei frühzeitigem Eingreifen mit professioneller Hilfe haben wir immer noch das Individuum Katze vor uns, mit dem eine Verständigung eben nicht so einfach ist, wie zwischen menschlichem Patienten und Therapeuten. Und wir alle wissen, dass – trotz z. B. gleicher Muttersprache – gerade auch die zwischenmenschliche Kommunikation viele Fallstricke birgt.

Veränderungen der Haltungsbedingungen und / oder die Durchführung von Trainingsmaßnahmen brauchen Zeit. Und noch viel mehr Zeit braucht unsere Katze, um wieder ein Verhalten zeigen zu können, das in der entsprechenden Situation unter der Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Katze angemessen ist.

Nehmen wir an, Sie möchten eine bestimmte Verhaltensweise in Ihrem Leben verändern. Zum Beispiel möchten Sie jeden Morgen eine Viertelstunde früher aufstehen und Rückengymnastik machen. Es gibt Untersuchungen, nach denen eine Tätigkeit erst nach mindestens 30 (besser 60) Wiederholungen zur Gewohnheit wird. Natürlich können wir uns selbst motivieren, indem wir uns sagen, wie wichtig Rückengymnastik für uns ist, um keine Schmerzen mehr zu haben. Unserer Katze können wir aber nicht erklären, warum es besser wäre, dies oder jenes zu tun, dass sie keine Angst haben muss, wenn der Paketbote klingelt usw.

Kurz gesagt: der erforderliche Zeitraum, um unerwünschte Verhaltensmuster nachhaltig zu verändern, ist individuell verschieden. Katzen sind eigenständige Lebewesen, deren Reaktionen auf empfohlene Maßnahmen nicht vorhersehbar sind.

Entscheidungshilfe zu den Beratungspaketen S, M, L

Um diesen unterschiedlichen Entwicklungen gerecht zu werden, biete ich Ihnen drei verschiedene Beratungspakete an, die sich in der Anzahl der Hausbesuche und der anschließenden Betreuungszeit per Telefon oder E-Mail unterscheiden. Gerade bei schwierigen oder schon länger bestehenden Verhaltensproblemen ist es unrealistisch, schnelle Veränderungen zu erwarten. Es ist von großer Bedeutung, unsere Miezen schrittweise, behutsam und mit viel Liebe und Zeit wieder auf den rechten Weg zu führen. Dieser Prozess ist für Sie deutlich einfacher zu gehen, wenn Sie über den gesamten Zeitraum kompetente Unterstützung an Ihrer Seite haben und auch die Erfolgsaussichten verbessern sich bei einer längeren intensiven Therapie deutlich.

LeistungsumfangPaket SPaket MPaket L
Zusendung Fragebogen und Auswertungjajaja
Hausbesuch (Dauer 2 - max. 2,5 Stunden)jajaja
Anamnese, Diagnose, Prognosejajaja
weitere Hausbesuche
(Dauer je 1 bis max. 1,5 Stunden)
nein12
Therapieempfehlungenjajaja
ggf. weiteres Info-Materialjajaja
Betreuungszeit per Mail oder Telefon
(Zeitkontingent)
8 Wochen
(120 Minuten)
12 Wochen
(180 Minuten)
20 Wochen
(300 Minuten)
als Einmalzahlung180,- €240,- €320,- €
als Ratenzahlung195,- €
(3 Raten à 65,- €)
260,- €
(4 Raten à 65,- €)
350,- €
(5 Raten à 70,- €)
ggf. zzgl. Fahrtkosten0,50,- €
pro gefahrenem Kilometer
(10 km frei)
0,50,- €
pro gefahrenem Kilometer
(10 km frei)
0,50,- €
pro gefahrenem Kilometer
(10 km frei)

Welche Erfolgsaussichten hat eine Therapie?

Ein Therapieerfolg ist abhängig von vielen z. T. nicht oder nur schwer beeinflussbaren Faktoren, u. a.

  • der Vorgeschichte des Tieres,
  • dem aktuellen Umfeld,
  • genetische Faktoren und ganz maßgeblich

der unbedingten Bereitschaft des Katzenhalters und aller beteiligten Personen zur Mitwirkung bei der Umsetzung der empfohlenen Therapiemaßnahmen (siehe auch Bereitschaft zur Mitwirkung).

Es kann sein, dass erste durchgeführte Maßnahmen schnell zum Erfolg führen. Es kann aber auch sein, dass wir nach einiger Zeit die ergriffenen Therapiemaßnahmen überprüfen und ggf. verändern oder ergänzen müssen. Zu guter Letzt kann es leider auch vorkommen, dass sich der vom Halter gewünschte Therapieerfolg (z. B. die Unsauberkeit soll zu 100 % aufhören) auch nach intensiver Therapie nicht einstellt und der Halter lernen muss, auch mit – in der Regel – deutlich reduziertem Problemverhalten zu leben.

Weitere buchbare Dienstleistungen

  • Kurztermin zur Besprechung konkreter Fragen
  • Erstellung eines ausführlichen Therapieplanes
  • Allgemeine Fragen zur Katzenhaltung und Anschaffung (Katzen-1×1 für Einsteiger)
  • Vorbeugung von Verhaltensproblemen (Prävention)
  • Einführung in das Clickertraining
  • u. a.

Unsere Preisübersicht finden Sie hier.

Katzenpsychologie-Wedel | Katzenverhaltensberatung in und um Hamburg:

Terminvereinbarungen unter Telefon 04103 / 129444 oder per Email an mail@katzenpsychologie-wedel.de.